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Unter dem Motto: „Als Naturliebhaber und Fotograf nach Florida“

Florida 2013Posted by Siggi Sat, March 16, 2013 22:31:40

>> auf Wunsch von Sabrina und Geert hier eingefügt...Siggi

Unter dem Motto: „Als Naturliebhaber und Fotograf nach Florida“

Gibt es überhaupt so viel Natur in Florida? , war unser erster Gedankengang und wir haben uns eines Besseren belehren lassen. In den zwei Wochen, die wir mit Siegfried (Siggi) auf Reisen waren durch verschiedene ausgewählte Naturschutzgebiete in Florida.

Nach einem langen Flug mit verpassten Anschluss in Miami und ohne Janas Koffer wurden wir spät abends von Siggi in Orlando abgeholt, zum Campingplatz bei Cape Canaveral gebracht, wo die Zelte schon standen, worin wir die erste kalte Nacht (5°C) auf unseren Luftmatratzen im Zelt verbrachten.

Nach einer kurzen Nacht und einem guten Frühstück auf dem Zeltplatz, machten wir unsere erste Beobachtungstour auf „Merrit Island“. Hier beobachteten wir die ersten Alligatoren und verschiedene Reiher, Enten, Löffler, Pelikane und andere Vogelarten, aus dem Auto heraus. Oder stiegen alle paar Meter wieder aus um Fotos zu machen. Die Anzahl und Artenvielfalt der Vögel ist beeindruckend. Endlich hatte Jana spät abends nach der ersten Fotoauswertung ihren Koffer erhalten, sodass es auch für sie wieder erträglicher wurde.

Den zweiten Tag besuchte die Hälfte der Gruppe das „Kennedy Space Center“ und wir anderen nahmen die Gelegenheit wahr nochmal den Trail auf „Merrit Island“ abzufahren. Jeden Tag kommen andere Tiere vor die Kamera: z.B. ein Waschbär, Pfeilschwanzkrebs, Eisvogel und andere.

Nun war es Zeit einmal quer durch Florida von der Atlantikküste zum Golf von Mexico zu fahren, wo wir im „Rainbow Spring State Park“ in unseren Zelten übernachteten. Von hier sollten wir einen der Höhepunkte unserer Reise unternehmen. Es wurde ein Boot und Neoprenanzüge am „Crystal River Nationalwildlife Refuge“ gemietet, dann zu den Quelltöpfen gefahren wo sich Manatees (Seekühe) in dieser Jahreszeit aufhalten um „Wärme zu tanken“. Es ist ein tolles Erlebnis im Fluss zusammen mit Manatees zu schnorcheln. Die Tiere kommen vom Meer den Fluss hochgeschwommen, um in den für die Manatees abgegrenzten Quelltöpfen, auszuruhen. Hier können die Tiere beobachtet werden, wo sie wie im Schlaf ruhen. Oder man schwimmt den Fluss entlang, begegnet ihnen erneut, hofft auf ihre Neugier und dass sie dich betasten.

Weil dies so ein besonderes Erlebnis war, beschlossen wir es auch am zweiten Aufenthaltstag zu wiederholen. Der Besuch vom „Homosassa Spring State Park“ entfiel.

Nachts war es „unruhig“ bei den Zelten und wir hörten ständig etwas rascheln. Ein Gürteltier kam mal kurz aus der Deckung. Den Rest konnten wir nur erraten. Nur beim Waschhaus ließen sich Laubfrösche blicken.

Wir fuhren weiter zum „Koreshan State Park“. In einem Waldgebiet am Fluss wurde campiert. Leider passierte hier etwas Unerfreuliches. Im großen Zelt waren unsere Koffer durchwühlt und Geert wurde bestohlen. Glücklicherweise hatten wir alle unsere Wertsachen immer im Auto mitgenommen.

Wir machten einen Ausflug zu den „Corkskrew Swamp Sanctuary“. Ein Trail der auf Bohlen durch verschiedene Landschaftstypen führt. Es gab hier eine große Vielzahl an Tieren. Hier sahen wir verschiedene Anolisarten, Wasserschildkröten, Schlangen und Vogelarten. Schön war es zu sehen wie ein kleiner Dreifarbenreiher versuchte, eine gefangene Schlange zu fressen, was ihm letztendlich nicht gelang.

Die Hälfte der Reise war schon vergangen, da entdeckte Geert morgens vor dem Frühstück einen Weißkopfseeadler am Fluss, sodass wir wieder ein weiteres Tier auf unserer Wunschliste abstreichen konnten. Wir fuhren weiter zum nächsten Höhepunkt unserer Reise, den „Everglades“.

In den riesigen „Everglades“ nutzten wir nicht die berühmten berüchtigten Propellerbote (weil man dann keine Tiere sieht). Wir liefen verschiedene Trails und besuchten einige Wasserstellen.

Am „Anhingatrail“, benannt nach den dort reichlich brütenden Schlangenhalsvögeln, bekamen wir nochmals viele Vogelarten und Reptilien in sehr kurzen Fluchtabständen vor unsere Kameralinsen. Das uns sehr entgegen kam, da wir nicht mit 500mm unterwegs waren, sondern nur 250mm zur Verfügung hatten.

Zum Essen waren wir jeden Abend in einem der vielen bezahlbaren guten Restaurants mit Meeresfrüchten, Fisch oder Fleisch, sogar (Ali)Gator-Fleisch (es muss nicht immer das große "M“ sein). Aber weil der Campingplatz in den „Everglades“ 70 Meilen von der Zivilisation entfernt lag, nahmen wir Siggis Vorschlag an. Er bereitete an zwei Abenden das Essen zu. Das hieß: „Schrimps satt“. Wir haben es genossen, obwohl die Mücken uns zerstochen haben.

Wir nahmen Abschied von den Everglades und fuhren zum letzten Campingplatz auf unserer zweiwöchigen Reise, den „Bahia Honda Key“.

Ein Tagesbesuch zur südlichsten Spitze der USA, „Key West“. Ein weiterer Tag um die Key-Deers zu sehen und zu fotografieren. Dann ein wenig zu schnorcheln am Campingstrand und die Flugkünste der Pelikane mit der Kamera festzuhalten.

Jeden Abend versuchten wir bei Wasser und Wein unsere fotografierten Bilder zu beurteilen und etwas zu lernen über (Unter-, Über-)Belichtung, Bildaufbau, Schärfentiefe und wir bekamen einen Kursus in digitalem Workflow.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Urlaub mit einer tollen Reisegruppe und viele neuen Erfahrungen mit der Kamera, Zelt auf- und abbauen, Geräusche der Reißverschlüsse auszuhalten oder das Schnarchen zu überhören. Jeder Menge von Siggis gut gebratenen Eiern mit Speck und kochendem Wasser zum Frühstück. Einem guten Chauffeur, Einkäufer, Organisierer, Schiffskapitän und Neopren-Ankleider, der immer beruhigend und besonnen bleibt. Danke Siggi!!! Siggi war nicht nur Reiseleiter, Bildkritiker, Koch, usw., sondern sorgte auch dafür dass wir unsere Reiseplanung in der vorgegebenen Zeit gut verteilt verbracht haben. Aber vor allem hat er ganz genau gewusst, wann die Tiere wo sein werden. So haben wir eine große Tiervielfalt aus der Nähe gesehen. Alle Wünsche für diese Reise haben sich erfüllt.

Für Sabrina und mich ging die Reise weiter nach Disney und Co., während die anderen Teilnehmer wieder nach Deutschland flogen.

Sabrina und Geert

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